Ein Einrichtungsplan ist eine maßstäbliche Zeichnung, meist im Maßstab 1:50, die einen Raum zeigt, wie er ist (Wände, Öffnungen, Steckdosen, Heizkörper), und wie er eingerichtet sein wird: jedes Möbelstück in seiner tatsächlichen Größe, die Durchgänge, die Nutzungszonen. Er ist kein Bauplan: Er greift weder in tragende Wände noch in die Struktur ein. Seine Qualität hängt fast vollständig von den Ausgangsinformationen ab.
Was ein Einrichtungsplan zeigt
- Die bestehenden Wände und Trennwände, mit ihrer Dicke und ihren Unebenheiten (eine Wand ist selten vollkommen gerade).
- Die Öffnungen: Türen und ihre Aufschlagrichtung, Fenster, Brüstungshöhe, Fenstertüren.
- Die Anschlüsse: Steckdosen, Schalter, Lichtpunkte, Heizkörper, Wasserzu- und -abläufe.
- Die Möbel im Maßstab, vorhandene und künftige, mit ihren Abmessungen.
- Die Wege: wo man geht, wo man sitzt, wo man eine Schublade öffnet.
- Die Maße, die zählen, um ein Möbel zu fertigen oder zu bestellen.
Die Maße Ihres Raums nehmen
Ein Maßband genügt; ein Laser-Entfernungsmesser geht bei großen Längen schneller. Zeichnen Sie zuerst eine Freihandskizze des Raums in der Draufsicht und tragen Sie dann jedes Maß darin ein, in Zentimetern.
- Messen Sie jede Wand in zwei Höhen, direkt über dem Boden und bei etwa 1 m: Die Abweichung verrät eine Wand, die nicht gerade ist.
- Messen Sie die beiden Diagonalen des Raums: Weichen sie voneinander ab, ist der Raum nicht rechtwinklig, und der Plan muss das zeigen.
- Erfassen Sie die Raumhöhe an mehreren Punkten sowie die Absenkung durch Gesimse und Balken.
- Bei jeder Tür und jedem Fenster: Breite, Höhe, Brüstungshöhe und Abstand zur nächsten Ecke.
- Tragen Sie Steckdosen, Schalter und Heizkörper ein: Abstand zur Ecke und Höhe über dem Boden.
- Vermerken Sie Sockelleisten, Schwellen, Stufen und alles, was aus der Wand hervorsteht.
Die Fotos, die wirklich helfen
Ein Foto ist nur nützlich, wenn es die ganze Wand zeigt. Stellen Sie sich in die gegenüberliegende Ecke, das Telefon waagerecht, auf Brusthöhe, bei Tageslicht. Machen Sie ein Foto pro Wand, danach die Details: Steckdosen, Stuckleisten, Parkett, Kamin, Heizkörper. Ein Foto mit dem ausgezogenen Maßband an der Wand entlang sagt mehr als eine lange Erklärung.
Die Vorgaben, die Sie vor dem Zeichnen auflisten
- Was sich nicht bewegt: Wände, Schächte, Heizkörper, Zähler, Wasseranschlüsse. Wir planen darum herum, ohne Bauarbeiten.
- Was Sie behalten: ein Sideboard aus Familienbesitz, ein neueres Sofa, ein Bücherregal.
- Die Nutzung: wer dort wohnt, wer Gäste empfängt, wer zu Hause arbeitet, wie viel Stauraum wirklich nötig ist.
- Das Licht: Ausrichtung, Sonnenstunden, Einblick von gegenüber.
- Die Regeln des Hauses für schwere Stücke oder Befestigungen an der Decke.
Die Wege: einfache Richtwerte
Ein Plan wird danach beurteilt, wie leicht man sich darin bewegt. Einige Erfahrungswerte, die Sie an jeden Raum anpassen müssen: ein bequemer Hauptdurchgang von rund 90 cm, ein Nebendurchgang von mindestens 60 cm und genug Platz hinter einem Esszimmerstuhl, um ihn zurückzuziehen, ohne an eine Wand oder ein Möbelstück zu stoßen. Denken Sie auch an Türen und Schubladen: Ihr Aufschwingen gehört zum beanspruchten Raum.
Selbst machen oder anvertrauen
Für einen einfachen Raum genügen ein Plan auf Millimeterpapier im Maßstab 1:50 (1 cm auf dem Papier entspricht 50 cm im Raum) oder eine kostenlose Planungssoftware, um Anordnungen auszuprobieren. Anspruchsvoller wird der Plan, wenn er dazu dient, Möbel nach Ihren Maßen fertigen zu lassen: Jeder Zentimeter zählt, und ein Messfehler rächt sich bei der Lieferung.
Genau das tun wir in unserem E-Design: Anhand Ihrer Maße und Ihrer Fotos zeichnen wir den Plan und erstellen ein Spezifikationsblatt für jedes zu fertigende Stück. Wenn Sie bei uns fertigen lassen, prüfen wir anschließend jedes Maß gemeinsam mit Ihnen per Videocall. Sie unterzeichnen diese Fertigungsfreigabe, bevor die Werkstatt beginnt.